Trumps Zollhammer zeigt noch keine Wirkung

Seit der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, massive Zölle auf Importe nach Amerika zu schlagen, schreiben die Medien sich die Finger wund und den Untergang der amerikanischen Motorradmarken herbei, doch bis jetzt hat sich gar nichts geändert.

Seit Frühjahr scheint der Untergang der amerikanischen Motorradmarken in der Schweiz und Europa nahe, da ein Zollkrieg im Gange ist, den der amerikanische Präsident verursacht haben soll. Wer kennt sich schon mit Zolltarifen von exportierten und importierten Produkten aus. Kaum hatte Donald Trump mit hohen Zöllen gedroht, war die Rede von Gegenzöllen auf amerikanische Produkte, die nach Europa und in die Schweiz geleifert werden. Doch wie so häufig konnte der Weltuntergang vorerst durch Gespräche abgewendet werden. Europa hat mit Trump einen Deal gefunden, den die Europäer mit 15% Zoll empfindlich treffen wird, die Schweiz wird nun mit 39% Zoll auf Exporte ab gestraft, doch Gegenmassnahmen scheinen nicht in sicht. Man setzt auf Verhandlungsgeschick. Wie nett!

Bisher keine negativen Folgen für die Konsumenten

Wer heute auf die Motorradstatistik der Schweiz schaut oder die Preisentwicklung bei den amerikanischen Motorradmarken im Blick hat, wird feststellen, dass aufgrund der neuen amerikanischen Zollpolitik keine Änderung bei den Preisen der Motorräder oder beim Absatz zu verzeichnen ist. Der stete Absatzschwund bei Harley-Davidson, der aktuell bei -7% steht, ist hausgemacht und hat nichts mit der Zollpolitik von Donald Trump zu tun. Wer heute eine Harley kaufen will, zahlt in etwa die gleichen Preise wie letztes Jahr, Zollpolitik hin oder her. Natürlich ist eine gewisse Nervosität verständlich, aber erfahrungsgemäss werden die Ankündigungen von Donald Trump in der Realität viel verträglicher als angekündigt. Viel eher scheinen die Drohungen mit hohen Zöllen seitens Trumps ein probates, um populär zu bleiben und internationale Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er liefert Schlagzeile um Schlagzeile und spielt weltweit den starken Mann. Da hat Europa mit seinem Weiberverein wenig zu bieten, eine politische Lachnummer. Europa ist längst nicht mehr das, was es einst war.

Ob die Zolltarife früher oder später wirklich einen negativen Effekt auf die Verkaufspreise der amerikanischen Motorradmarken haben wird, ist heute noch absolut zweifelshaft. Wenn sich die Europäer nicht immer an ihren Ängsten ausrichten würden, dann wären sie cooler im Umgang mit Donald Trump und hätten ein souveränes Auftreten. Die Schwäche Europas gegenüber den USA ist die Stärke von Donald Trump. Vorerst besteht aber noch kein Horrorszenario, obwohl es von vielen Seiten herbeigeredet wurde. Keep cool!

Diese Berichte könnten dich auch interessieren

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

de_DEDeutsch